GPf Geschichte



Gangpferde und die Bedeutung der Gangarten

Die Familien der Equiden kennt schon seit Urzeiten laterale Gangveranlagung. Auch vom Urpferd Hipparion in Afrika (vor 3,5 Millionen Jahren) hat man Spuren von lateralen Gangarten gefunden.
Kamele, Dromedare und Giraffen gehen nur laterale Gangarten und Galopp, der Elefant nur Schritt und Tölt (bis zu 40 km/Std.). Carnivoren und Hunde zeigen auch laterale Bewegungen, besonders alte oder schwere Tieren.




Gangpferde der Kontinente

Seit Pferde geritten werden, sind laterale Gangarten in Bildern und Skulpturen aus der Antike überliefert. Viertakt Gangarten wie Tölt, Paso, Walk Tripple, Rack usw. haben sich bis heute auf allen Kontinenten erhalten und werden rassespezifisch und variantenreich geritten. Eine unglaubliche Vielfalt an Gangpferden kennt man nun weltweit dank der modernsten Medien.

Gangpferde werden vorwiegend unter dem Sattel eingesetzt um lange Strecken und unwegsames Gelände für den Reiter möglichst ohne Aufwand zu bewältigen oder Farmarbeiten zu erledigen. Je mehr natürliche, genetisch fixierte Veranlagung des Pferdes vorhanden ist, desto schonender sind die lateralen Gangarten auch  für das Pferd.

AFRIKA kennt die naturtöltenden, unverwüstlichen und unscheinbaren Basutos der Ureinwohner als vielseitig einsetzbare Gebirgspferde.
Von den europäischen Kolonialisten mitgebrachte Burenpferde mobilisieren die südafrikanischen Siedler mit komfortablen Töltern.

ASIEN nutzt seine riesige Vielfalt an töltenden Gebrauchspferden um unendliche Steppen zu durchqueren. Gulsari, der gelbfalbe Hengst aus dem  Aitmatow Roman ist der bekannteste Rennpasser der Mongolei.  
Indien unterhält noch aktuell Tölter in der Kavallerie und Polizei, die indischen Kathiawar und Marwari.
Die schnellen Tölter und Rennpasser des vorderen Orients sind die heutigen Stars auf YouTube.

Mit der Landnahme von SÜDAMERIKA durch die Spanier und Portugiesen werden die mitgebrachten Genetten vom Militär verwendet. Später werden sie gebraucht um Plantagen abzureiten und Herden zu begleiten. 
Die spanische Leichtigkeit und Eleganz spiegelt sich in den über 20 Paso Rassen und weiteren Landschlägen wieder. 

In NORDAMERIKA, speziell in den Südstaaten werden Tölter spanischer und englischer Abstammung für die vornehme Art der Fortbewegung gesattelt oder gar eingespannt. Dies ist auch der Styl der extremen amerikanischen Show-Gangpferde Szene.   
Im mittleren Westen tölten vorwiegend reiche Farmer und speziell Sheriff’s, Doc’s und Staatsangestellte mit ihren Saddlern, Tennessee Walker,  Racking Horse, Missouri Foxtrotter usw. über die Prärie.  
Im nördlicheren Teil ist das naturtöltende Mountain-Horse für die Farmarbeit oder Gebirgstouren das ideale Fortbewegungsmittel. 
Bei den Vollblütern sind die Pacer am Sulky ein finanziell nicht zu unterschätzender Gangrennsport.

In AUSTRALIEN sind nur die in allerneuster Zeit eingeführten Töltrassen vertreten. Auf den Inselgruppen Ozeaniens leben aber die unterschied-lichsten lateralgehenden Ponys.

Erst durch die Erschliessung des Wegenetzes und den Bau von Brücken im mittelalterlichen EUROPA verdrängten Wagenpferde die „töltenden Zelter“. Die letzten iberischen „Tjeldos“ und englischen “Palfrey’s“ werden zur Zuchtaufbesserung von Lateralgangarten aus Spanien und England nach Amerika verschifft. 
Besonders in Island wo das Pferd das einzige Transportmittel über unwegsames Gelände und gefährliche Flüsse ist und es bis zur Mitte des letzten Jahrhunderts keine Strassen und Brücken gibt, haben sich die lateralen Gangarten in allen Tempi erhalten.
Seit Mitte des 20. Jahrhunderts gewinnen, dank der modernen Freizeitreiterei die bequemen Gangpferde in Europa wieder stark an Bedeutung. Mit dem Islandpferd als Pionier haben sie sich auch im Sport bis zur höchsten Stufe der Weltmeisterschaften etabliert.

Die Gangpferdereiterei bei uns in Europa beinhaltet die Grundausbildung in Anlehnung an das klassische Reiten, die Gelände- und Freizeitaus-bildung sowie die rassenspezifische Gangarten-Ausbildung. 




Gangpferde Geschichte

Im Altertum werden, von den Assyrern, Persern, Indern, Chinesen, Griechen und Römer, Pferde häufig in lateralen Gängen abgebildet. Auch tauchen immer wieder neue Namen und Benennungen für die speziellen Gänge in der Geschichte auf und die lateralen Gangarten werden oft als goldwertige, unbezahlbare Blumen-Gangarten belobt.

3. Jh v.C                                                                                                                                                                                                                        Erste Skulpturen von Rennpassern mit „fliegenden Pferden“ in China. 

993   n.C                                                                                                                                                                                                                          In Island, der kleinen unwirtlichen Insel im Nordatlantik, lebt durch ihr 1000 jähriges, striktes Einfuhrverbot für Tiere, die wahrscheinlich älteste reingezogene Gangpferderasse der Welt, das IS Islandpferd.    

1.-4. Jh                                                                                                                                                                                                                 Anhand von Kelt-Iberischen Münzen erkennt man die vorgeschichtlichen Wurzeln des Wortes Tölt aus Spanien und Portugal. 

4.-15. Jh.                                                                                                                                                                                                                          Im südlichen Teil von Europa schätzt man die sanft laufenden und wertvollen Reitpferde, die "Zelter, Thjeldos, Thieldones oder Totonarios". Schüttelnde Traber nennt man Succussatoren, also frei übersetzt Rüttler. Germanen und römische Equisones benützen Stricke und Gewichte zum Anlernen  der lateralen Gangart und „um die Hufe höher zu heben".

11. Jh.                                                                                                                                                                                                                          Die Eroberung Englands, von der Normandie aus, wird auf dem 70 Meter langen  „Teppich von Bayeux“ festgehalten. Man nennt diesen be-rühmten Teppich, der einige Pferde in lateralen Gangarten zeigt, den „altertümlichsten und ältesten Comic“ der Welt.    

12. Jh.                                                                                                                                                                                                                         Bis in diese Zeit dienen zum Prunk der hohen Geistlichen, reichen Gutsbesitzer und fürstlichen Höfen weich zu sitzende Tölter als sichere Reisepferde.                                                                                                                                                                                                               Das römische Reich hat durch seinen Postdienst starken Einfluss auf die britische Pferdezucht. Postpferde sind meist Passer, ob geritten oder gefahren. Zum ersten Mal wird die Existenz von gangveranlagten Pferden in England schriftlich bezeugt und ihre töltenden Pferde als „Palfreys“ bschrieben.    

15. Jh.                                                                                                                                                                                                                   Anfang des 15. Jahrhundert feiern die spanischen Genetten ihre absolute Blütezeit in ganz Europa. Für den Einsatz in Kriegen, Reitschulen und als Reisepferde sind sie hervorragend geeignet. Der Hippologe Thomas Blundeville schreibt: Der Pass der Genetten aus Spanien ist weder Trott noch Amble, aber eine ähnliche Gangart wie bei den Türkenpferden.                                                                                                                       Auf dem amerikanischen Kontinent leben noch keine Equiden und zwecks seiner geplanten Eroberungszüge in Südamerika, eigentlich die heutige Dominikanische Republik, verschifft Kolumbus 1493 auf seiner zweiten Reise ein paar Dutzend Pferde der Berber- und Andalusier Rasse und  töltende spanische Genetten in die neue Welt. Aus diesen Reitpferden und aus weiteren ausgesuchten Zuchttieren entstehen mit diesen Zuchtgrundlagen und dem genetisch fixierten Tölt-Erbgut die heutigen über 20 südamerikanischen Paso Rassen.                                         Die Basis der PF Paso Finos ist gelegt.

16. Jh.                                                                                                                                                                                                                           Töltende Falknerpferde werden in Europa schwer gesucht und mit goldenen Münzen teuer bezahlt.                                                                          In Peru entsteht die naturtöltende Rasse des PP Paso-Peruano.    

17. Jh.                                                                                                                                                                                                                        Der Engländer Roger Williams und sein Gefolge gründet die Rhode-Island Kolonie in Massachusetts und bringt britische Passgänger mit. Durch die selektive Inselzucht entsteht der NP Narragansett-Pacer.
Der Passerhengst „Snip“ wird zum Stempelhengst dieser Rasse, die Vorfahren der heutigen amerikanischen VP Vollblut-Pacer.                       Das Erschliessen des Wegenetzes und der Bau von Brücken in Europa, lassen das einst von wohlhabenden
Geschäftsleute, Falkner und noblen Damen geschätzte Töltpferd zugunsten des trabenden Wagenpferdes vergessen. Moderne Kutschpferde lösen in kurzer Zeit die spanischen Genetten und töltenden Reisepferde ab. Die Zucht der lateral laufenden Pferde gerät in Vergessenheit – und – der Zeitpunkt wo das Gangpferd  in Europa ausstirbt, es gibt keine Verwendung mehr für diese edlen Reitpferde . . . .

18. Jh.                                                                                                                                                                                                                          Zu tausenden werden die Narragansett-Pacer auf die West-Indies, nach Kanada und Frankreich exportiert.
Kubanische Plantagenbesitzer kaufen viele Narragansett Pacer, da Spanien keine gangveranlagten Pferde mehr sendet. 
  

19. Jh.                                                                                                                                                                                                                        Der Spanische Altér-Real-Hengst „Sublime“ wird in Brasilien zum Stamm  Vater der MM Mangalarga Marchadores.
In Kentucky wird „Tom“, einer der letzten und vielbewunderte Narragansett-Pacer,  zum Begründer der AS American-Saddlebred Horses.     
Abkömmlinge der Narragansett-Pacer werden in allen zivilisierten Teilen Amerikas die Gangpferdezucht beeinflussen und später unter dem Namen Spanische Genetten als exklusive Damenreitpferde wieder zurück in die Alte Welt exportiert.
„Black Allen“ wird geboren und die komfortablen TW Tennessee-Walker entstehen.    

1904                                                                                                                                                                                                                               In Afrika wird ein Register für das fünfgängig Burenpferd der holländischen Kolonialisten eingerichtet. Direkte Nachkommen amerikanischer AS Saddlebred-Horses.    

1918                                                                                                                                                                                                                              In USA Kentucky entsteht das farblich attraktive RM Rocky-Mountain Horse.    

1958                                                                                                                                                                                                                            Die Filmreihe „Immenhof“ löst ein unglaubliches Interesse für die IS Islandpferde aus. Die unbekannten Kleinen von der Insel aus „Feuer und Eis“ halten in der eintönigen klassischen Reitweise der Europäer Einzug.
Islandpferdereiter, die Pioniere der Freizeitreiterei, machen die Wörter „Freizeitreiten, Robustpferde, Offenstallhaltung und Ponies für Erwach-sene“ salonfähig!    

1964                                                                                                                                                                                                                    Schweiz und Deutschland gründen die erste Vereinigung für Islandpferde ausserhalb ihrem Ursprungsland.    

1969                                                                                                                                                                                                                                    Die erste EM Europameisterschaft der Islandpferde findet in Aegidienberg DE statt.

1970                                                                                                                                                                                                                            Die ersten Vollblut-Traber, direkte Nachkommen der Narragansett-Pacer, werden in Recken Deutschland, bei Ursula Bruns und Jochen Schumacher eingetöltet und nennen sich ab nun TT töltende Traber.
Erste Bereiter Vereinigung FT wird in Island gegründet.                                                                                                                                           

1972                                                                                                                                                                                                                          Während ihrer Recherchen für das Buch „Gangpferde der Welt“ reist 1972 die Journalistin und Pferdebuch-Autorin Ursula Bruns mit dem Tierarzt und Equiden Experten Prof. Dr. Ewald Isenbügel auf die Paso-Ranch vom Bud Brown in Arizona in die USA. Die Begeisterung für die neu kennengelernten Südamerikaner ist gross.

1973                                                                                                                                                                                                                        Unter der Leitung von Prof. Dr. Isenbügel, Prof. Dr. Auer und Unterstützung des bekannten Western Reiters Jean-Claude Dysli und weiteren engagierten Islandpferdereitern, landen, für Studienzwecke als Zuchtprojekt des Tierspital Zürich, die ersten 18 Peruaner, PasoFinos und andere Paso Pferde in Zürich-Kloten. Von über 30° im Schatten der staubigen Sandwüste Phönix‘s in die eisige Kälte und 20 cm Neuschnee der Schweiz.                                                                                                                                                                                                                    Kurz darauf wird die AGF Arbeitsgemeinschaft Freizeitpferd gegründet, der Vorläufer des heutigen 1986 gegründeten PCI (Paso Club International)

1977                                                                                                                                                                                                                           Eine 7köpfiges Reiter-Team aus Deutschland und der Schweiz fliegt mit 9 Islandpferden nach Amerika und nimmt erfolgreich am 6000km „Pony Express“ Rennen quer durch Amerika teil.    

1980                                                                                                                                                                                                                            Die ersten ausserkontinentalen Gangpferderassen werden nach Europa importiert. Europa und auch die Schweiz kommt ins Gangpferdefieber und die neue anerkannte Rasse der AE Aegidienberger entsteht.    

1985                                                                                                                                                                                                                             Die erste Islandpferde WM Weltmeisterschaft wird in Schweden durchgeführt. 12 FEIF Länder nehmen daran Teil.
In Deutschland werden die ersten Paso Turniere organisiert, auch Schweizer zählen zu den Startenden.    

1989                                                                                                                                                                                                                            Die IGV Gangpferd wird in Deutschland gegründet und auch die Schweiz ist mit einigen Mitglieder dabei.    

1995                                                                                                                                                                                                                          Erste europäische Gangpferdemeisterschaft wird in Reken Deutschland ausgetragen.
An der EQUITANA in Essen sind viele ausländische Gangpferderassen anwesend.
Aus Amerika werden American Saddlebreds und Tennessee Walker Horses vorgeführt und zum ersten Mal präsentieren sich die griechischen AV Arravanis.     

2000                                                                                                                                                                                                                          Fast alle Gangpferderassen aus allen Kontinenten der Erde sind nun in Europa vertreten.
Die Schweiz beherbergt unterdessen eine recht grosse Anzahl an Gangpferden.    

2008                                                                                                                                                                                                                             CH Pferdeberuf "Pferdefach Gangpferde EFZ" mit eidgenössischem Lehrabschluss möglich www.pferdeberufe.ch               

2013                                                                                                                                                                                                                                   CH Pferdeberufe Gangpferde mit "Höherer Berufsprüfung" möglich!



ABC der Gangpferde

A  
Aegidienberer        anerkannte Rasse, Kreuzung IS x PP   
American Saddlebred    amerikanisches Gangpferd
Antölten meist aus Schritt, Übergang zum Tölt
Arravani griechisches Gangpferd
Aufrichtung
Haltung von Hals und Kopf
 
B
 
Basuto Pony afrikanisches Gangpferd, Lesotho
Brio Ausdruck, Ausstrahlung Südamerika
Bügeln
Seitwärtsbewegung der Vorhand
 
C
 
Classic Fino extrem kurzer Tölt, typisch PF 
 
D
 
Dreibeinstütze Phasenfolge im Schritt/Galopp/Walk
Dreigänger üblicherweise Schritt, Trab, Galopp
Dreitakt Fussfolge im Galopp
 
E
 
Einbeinstütze Phasenfolge im Galopp/Tölt/Rennpass
 
F
 
Fast Rack amerikanischer Renntölt
Fino taktklarer Tölt bei Paso Fino
Fino Strip Brettersteg Paso Fino, Takt hörbar
Five Gaited Horse Saddlebred mit Grundgängen + Töltvatianten
Flat Walk flacher, übertretender Schritt bei TW und MF
Flexen seitwärtsdehnen des Halses, gymnastizieren
Foxtrot diagonaler Vierschlag MF, vor. Schritt, hi. Trab
Foxwalk Schritttrab des MF
Fünfgänger üblicherweise Grundgänge und Tölt und Rennpass
 
G
 
Gangarten Pferd mit Lateralveranlagung
Gangpferderassen Rasse mit genetisch fixierter Lateralveranlagung
Gangpferdereiter Reiter von gangveranlagten Pferden
Gangpferdesattel Sattel für Lateralgangarten
Gangpferdetrainer Reiter- + Pferdeausbilder, Spezialist Lateralgänge
Gangprobleme meist Taktprobleme bei den Gängen
Gangveranlagung natürliche, genetische Veranlagung zu Gangarten
Gangverteilung Richtung der natürlichen Gangabgrenzungen
Gangwechsler wechselt auf kurzer Strecke Gänge durcheinander
Genetten alte spanische Lateralgänger
Gewichte zum Manipulieren der Gänge (Balance)
 
H
 
Haltung Aufrichtung von Kopf + Hals (absolute + relative)
 
I
 
Islandkandare Spezialgebiss, Trense mit Anzügen und Kette
Islandpferd 1000 Jahre reingezogenes Gangpferd aus Island
 
K
 
Kathiawar indisches Gangpferd
Knieaktion rassetypische Vorhandbewegung (Bewegung)
Kopfnicken rassetypische Kopfbewegung bei TW + MF
 
L
 
Lateral gleichseitig, Gegenteil von diagonal
 
M
 
Mangalarga Marchador brasilianisches Gangpferd MM
Manipulation Beeinflussung der Gangmechanik
Marcha Batida Trabtölt des MM
Marcha Picada taktklarer Tölt des MM
Missouri Foxtrotter FM amerikanisches Gangpferd
Morgan Horse MH amerikanisches Gangpferd
 
N
 
Narragansett Pacer altes amerikanisches Gangpferd
Naturtölter Töltvarianten bevorzugtes Pferd
 
P
 
Pacer lateral gehendes Pferd
Palfrey altes englisches Gangpferd (Postpferde)
Paso südamerikanisches Gangpferd (Sammelbegriff)
Paso Fino kolumbianisches-, puertoricanisches Gangpferd
Paso Llano taktklarer Tölt des Peruaners
Paso Peruano peruanisches Gangpferd (Naturtöler)
Pass Lateralzweitakt Gangart
Passer Lateralzweitakt gehendes Gangpferd
Passgalopp Galopp zum Pass tendierend (lateral)
Passgänger Lateralzweitakt gehendes Pferd
Passneigung Dreitakt- und Viertaktgänge neigen zur Lateralen
Passrekord IS ca. 19 Sekunden auf 250m (2004 Schweden)
Passprobleme Taktprobleme im Rennpass oder zum Pass
Passtölt Tölt >Pass tendierend, Pass >Tölt tendierend
Passveranlagung Lateralveranlagung, beim IS Rennpassveranlagung
Peruanischer Paso PP peruanisches Gangpferd
Peruvian Paso PP Peruanisches Gangpferd
 
R
 
Rack amerikanisch für Tölt
Racking Horse amerikanisches Töltpferd
Raumgriff weite Bewegung der Vorhand
Rennpass laterale Renngangart mit Flugphase (IS)
Rennpasser Isländer, Mongole, z.T. töltende Traber
Renntölt laterale Renngangart ohne Flugphase
Robustpferd z.B. IS, kann sich extremer Witterung anpassen
Running Walk Rennschritt der TW
 
S
 
Saddlegait amerikanische Bezeichnung für Passtölt
Saddler deutsche Bezeichnung für AS
Single Footer amerikanisch für töltendes Pferd, z.B. MF
Slow Gait langsamer Tölt, z.B. AS
Sobreandando Passtölt bei PP
Spannung Energie in den Gängen
Spezialgänge ausserhalb der Grundgänge, Lateralgänge
 
T
 
Takt Fussfolge, Gleichmässigkeit der Bewegung
Tennessee Walker amerikanisches Gangpferd TW
Termino Seitwärtsbewegung aus der Schulter, z.B. bei PP
Tölt Lateralvariante ohne Flugphase
Töltende Traber Vollblut Traber mit Lateralveranlagung, TT
Tölter lateralgehendes Pferd
Trabtölt Tölt >Trab tendierend, Trab >Tölt tendierend
Trabtölter Pferd mit Trabtölt, z.B Variante bei MM/PF/MF
Trabveranlagung unterschiedliche, genetische Veranlagung >Trab
Tribulieren aus Verspannung ständiges Wechseln der Gänge
Trocha Trabtölt des PF
 
U
 
Umsteiger aus anderer Reitweise auf Gangpferde wechselnd
 
V
 
Viergang Gangpferdeprüfung Schritt-Trab-Galopp-Tölt
Viergänger Schritt-Trab-Galopp-Tölt
Viertakt Fussfolge der Lateralgangarten
Viertaktgangart Lateralgangart, gebrochener Trab/Pass
Vilje isländischer Ausdruck für Wille + Temperament
Vorhandaktion Aktion, Bewegung der Gänge in die Höhe
 
W
 
Walk schneller Schrittgang, Dreibeinstütze bei Walker
Wechsler (Gang) ändert durch Verspannung ständig Gangart
Wechsler (Farbe) ändert je nach Jahreszeit die Farbe total
 
Z
 
Zelter alter Ausdruck für Tölter im Mittelalter
Zweibeinstütze Phasenfolge
Zweitakt gleichzeitige Fussfolge, diagonal oder lateral